Die Erhaltungsarbeiten an einer im Jahre 1865 vom k.k. Forstärar auf dem Schöpfl errichteten Warte wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von der Zentrale Wien des Österreichischen Touristenklubs mitsubventioniert. In den Jahren 1886/87 sorgten die ÖTK-Sektinen Triestingtal und Wienerwald für die Renovierung dieses Bauwerks.
Ab dem Jahre 1894 stellte die ÖTK-Sektion Wienerwald Überlegungen in Hinblick auf einen Neubau an und faßte in ihrer Jahreshauptversammlung am 23. Februar 1897 den offiziellen Baubeschluß. Am 23. März desselben Jahres bewilligte Kaiser Franz Joseph I. die Namensgebung „Kaiser Franz Joseph Warte“ anläßlich seines fünfzigjährigen Regierungsjubiläums. Auch Grundeigentümer Baron Redl stimmte dem Bau zu. Am 19. Juni 1898 fand die feierliche Eröffnung der 17 Meter hohen Warte in Anwesenheit von ÖTK-Vizepäsident GR Dr. Emerich Klotzberg und Sektionsvorstand Franz Krebs statt. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Touristensängerchor.
Am 23. Oktober 1932 kam es zu einer Feier auf dem Schöpfel, bei der Sektionsvorstand Hermann Klingsbögl die Festansprache hielt und ÖTK-Präsident Franz Eduard Matras - Ehrenmitglied der Sektion - zum 70. Geburtstag nachträglich geehrt wurde, indem die Schöpfl-Warte in Matras-Warte umbenannt wurde.
Im Jahre 1945 wurde die Warte zu Kriegsende durch Geschoßeinschläge beschädigt und 1950 ausgebessert.
Im Jahre 1974 wurde die Matras-Warte einer Generalrenovierung unterzogen und am 12. Oktober d. J. in einer kleinen Feierstunde wiedereröffnet.