Es war im Jahre 1887, als die Sektion Spitz des Österreichischen Touristenklubs, welche 1884 gegründet worden war, sämtliche Wege zur Buschandlwand anlegte und markierte sowie den an und für sich natürlichen Aussichtspunkt ausgestaltete, vermutlich mit Tisch, Bank und Sicherheitsgeländer. Die Klubchronik macht nur äußerst vage Andeutungen. Auch wann die Anlage verfallen ist, ist nicht überliefert; doch wird sie vermutlich nach dem 1. Weltkrieg nicht mehr existiert haben.
Im Jahre 1926 errichtete der Verschönerungsverein Wösendorf an jener Stelle, wo unterhalb des Gipfels blaue und gelbe Markierungen zusammenkommen, neben dem Weg seine "Josef-Gruber-Hütte", von der man eine wunderschöne Aussicht ins Donautal genießen konnte. Mittlerweile ist auch dieses Objekt verfallen und die Aussicht durch in die Höhe gewachsenen Bäume verstellt.
Im Jahre 1998 ergriff die Sektion Wachau des Österreichischen Touristenklubs die Initiative, um den Aussichtsplatz Buschandlwand wieder erstehen zu lassen. Am 2. April 1998 wurde die 3 x 3 Meter große und mit Sitzbänken ausgestattete neue Aussichtsplattform vom Zimmereibetrieb Harrer aus Gansbach im Dunkelsteinerwald errichtet und stand somit bereits ab Ostern für die gesamte Saison zur Verfügung.
Erst am 7. Juni 1998 fand die eigentliche Eröffnungsfeier der neuen Warte statt, die den Namen "Gruber-Warte" erhielt, um den "großen Sohn" Wösendorfs zu ehren. Nach den Begrüßungsworten und Ansprachen von Bürgermeister Friedrich Miesbauer aus Weißenkirchen und dem geschäftsführenden 2. Vorstand der Touristenklub-Sektion Wachau, Walter Wenzel, nahm Pfarrer Franz Halbartschlager, unterstützt von Pater Fidelis, die Einweihung des Bauwerkes vor. Der Kirchenchor Wösendorf unter Leitung von Frau Annemarie Denk sorgte für eine würdige Umrahmung der Feier. Für Speis und Trank vor und nach dem Festakt sorgte ebenfalls der Kirchenchor durch Initiative von Frau Johanna Reichel.