Verhütung & Bekämpfung

Die Aufgabe der öffentlichen Gesundheitspflege

Die Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten sind wichtige Aufgaben der öffentlichen Gesundheitspflege. Aus diesem Grund unterliegen bestimmte Infektionskrankheiten der Meldepflicht. 

Dies ist in erster Linie notwendig, um Infektionsquellen im Falle eines Krankheitsausbruches rasch identifizieren und umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Zudem ist die fortlaufende und zeitnahe epidemiologische Beobachtung Voraussetzung für eine zielgerichtete Planung und Umsetzung von Präventivmaßnahmen (zB. Quarantäne).

Anleitung zum Selbstschutz

Verzichte auf körperliche Berührungen mit Außenstehenden

 

Nicht nur durch Husten oder Niesen ist eine Ansteckung möglich, auch indirekt können wir uns mit dem Virus infizieren, zB. indem man eine kontaminierte Türklinke anfasst, den Knopf im Aufzug oder den Touchscreen an der Kassa berührt oder beim Begrüßen die Hände schüttelt. Auf Umarmungen und das sehr beliebte Abbusseln sollten man jetzt verzichten.

Halte Abstand, aber halte den sozialen Kontakt aufrecht

 

Die Übersetzung des auch in den Medien verwendeten englischen Begriffs "social distancing" in das Deutsche ("soziale Distanzierung") ist missverständlich. Der Begriff impliziert, dass Personen sozialen, also gesellschaftlichen Abstand zueinander halten. Das hätte eine soziale Isolation zur Folge. Gemeint ist damit die räumliche Distanzierung zu Personen, um eine Übertragung zu vermeiden.

Hände weg vom Gesicht

Das Coronavirus wird über Schleimhäute wie Mund und Nase übertragen. Oft in Vergessenheit geraten die Schleimhäute des Auges. Daher Hände weg vom Gesicht. Augenreiben, Nasenbohren, Finger abschlecken ist jetzt absolut tabu. Risikoflächen mit häufigem Hand- und Hautkontakt sollten tunlichst nicht berührt werden - nutze zB den Ellbogen zum Betätigen der Türklinke oder den Schlüssel zum Betätigen von Tasten in Aufzügen.

Husten-Etiquette gilt auch beim Niesen

 

Wird beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund gehalten, gelangen Erreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände (Türgriffe, Fahrradgriffe, Klettergriffe, Wasserhähne, Duschköpfe usw.) oder beim Händeschütteln weitergereicht werden. Daher ist die sogenannte Husten-Etiquette – die auch beim Niesen gilt – fester Bestandteil der Standardhygiene.

Niesen und Schnäuzen

Beim Husten oder Niesen drehe dich bitte weg und halte Abstand zu anderen Personen. Nutze (Papier-)Taschentücher nur einmal und entsorge sie direkt in einen Abfalleimer mit Deckel. Falls kein Taschentuch vorhanden ist, sollte die Armbeuge vor Mund und Nase gehalten werden - siehe Bild oben. Viele Personen haben sich das "Schlatzen" (Ausspucken von Sekreten) zur Angewohnheit gemacht. Das ist ein No-Go und sollte nur in Taschentücher erfolgen.

Richtiges Händewaschen ist wichtig und ausreichend

Die Händehygiene gilt als die wichtigste Maßnahme! Die Fingernägel müssen kurz und unlackiert sein; es dürfen keine Schmuckstücke oder Armbanduhren an den Händen bzw. Unterarmen getragen werden. Stückseifen werden wegen möglicher Kontamination nicht empfohlen. Empfehlenswert sind pH-neutrale Flüssigseifen, also solche, die die natürliche Schutzschicht der Haut nicht beeinträchtigen. Anschließend die Hände mit Einmalhandtücher gründlich trocknen.

Handdesinfektion - handelsübliche Mittel bieten keinen Schutz

Herkömmliche Desinfektionsmittel sind bei Viren wirkunglos, das sie nur gegen Bakterien und Keime helfen. Manche Wirkstoffe (wie Chlor, Benzol und Phenol) irritieren die menschlichen Schleimhäute, besonders die Nasenschleimhaut. Von einer gewohnheitsmäßigen Anwendung im Haushalt oder Büro wird daher abgeraten. Gründlich Hände waschen und ggfs. eine Handcreme verwenden ist wesentlich sinnvoller, als chemische Desinfektionsmittel.

Masken - vermitteln ein falsches Sicherheitsgefühl

Das Tragen einer einfachen OP-Schutzmaske oder einem Tuch vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl. Wirksam gegen Viren sind nur sogenannte Filterpartikelmasken der Schutzklasse FFP3, vorausgesetzt dass sie am Gesicht dicht schließen. Im Alltag sind sie kaum praktikabel, weil man das Gefühl hat weniger Luft zu bekommen. Man wird damit nicht lange herumlaufen. Die Filter müssen regelmäßig getauscht werden und die Schleimhäute der Augen bleiben ungeschützt!

Mehr Hygiene auch bei Haustieren

Coronaviren können Menschen und verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Die ersten Fälle wurden von einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan gemeldet, auf dem Wildtiere verkauft wurden. Veterinärmediziner verneinen eine Übertragung durch unsere Haustiere. Auf das Schmusen mit dem eigenen Tier sollte dennoch verzichtet werden. Bitte den Kot von Hund & Katz fachgerecht (in geschlossenen Behältnissen) entsorgen.

Das könnte dich auch interessieren

Ursprung & Übertragung von Coronaviren

 

Die Seuche Covid-19 verbreitet sich immer weiter. Woher stammt sie? Wie werden die Coronaviren übertragen? Wie steckt man sich an? Ist China tatsächlich der Ursprung? Was kann die Wissenschaft tun?

 

 Wie werden Coronaviren übertragen?

Covid-19 Symptome erkennen und Hilfe bekommen

 

Wie kann ich die Symptome der Covid-19-Krankheit von jenen einer Erkältung oder Grippe unterscheiden? Wo bekomme ich ärztliche Hilfe? Wie kann ich meine Kinder vor dem Coronavirus schützen? Hier findest du ehrliche Antworten auf die Fragen, die viele quälen.

 

 Symptome und wo ich Hilfe bekomme

Mythen & Fakten zum Coronavirus

 

Ist das Coronavirus eine Grippe? Besteht die Gefahr, sich über Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken? Hilft eine Desinfektion? Wir klären hier über Mythen und Fakten auf.

 

Mythen & Fakten zum Coronavirus

Begriffe zum Coronavirus verständlich erklärt

 

Coronavirus, COVID-19, SARS, SARS-CoV-2, Quarantäne … Was bedeuten diese Begriffe? Wir klären hier über die Begriffsvielfalt zum Coronavirus auf und schaffen Klarheit.

 

 Begriffe verständlich erklärt


Anrufen

E-Mail

Anfahrt