Mögliche Symptome von Covid-19

Symptome der COVID-19-Krankheit im Vergleich

  COVID-19
(Coronavirus)
Erkältung Grippe
(Influenza)
Fieber häufig selten häufig
Müdigkeit manchmal manchmal häufig
Husten (trocken) häufig wenig häufig
Niesen nein häufig nein
Schnupfen selten häufig manchmal
Gliederschmerzen manchmal häufig häufig
Halsweh manchmal häufig manchmal
Kopfweh manchmal selten häufig
Kurzatmigkeit manchmal nein nein

Derzeit leiden sehr viele Personen unter der Influenza und dem RS-Virus*. Beide Viren führen zu Infektionen der oberen und unteren Atemwege. Hier Unterschiede zur Covid-19-Krankheit auszumachen ist aus klinischer Sicht kaum möglich. Der Nachweis, ob man am Corona-Virus erkrankt ist, gelingt nur über einen Labortest. 

*) Das respiratorische Synzytal-Virus (kurz RS-Virus oder RSV) ist sehr infektiös und verbreitet sich vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, klimatisierten Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmittel sehr schnell.

Mehrzahl der Coronavirusinfektionen verläuft mild

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass rund 80 % aller Infektionen mit dem Coronavirus mild verlaufen und – ähnlich wie eine Erkältung – nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen. 20 % aller Erkrankten (meist mit chronischen Vorerkrankungen) benötigen eine stationäre Behandlung. Einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen lediglich 3-4 % der Fälle. Nichtsdestotrotz sind ALLE Alterklassen betroffen.

Geruchs- und Geschmacksverlust als Indiz einer Infektion

Hendrik Streeck, Facharzt für Virologie und Infektionsepidemiologie an der Uni-Klinik Bonn, beschrieb im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung neuartige Symptome, die er bei Covid-19-Patienten beobachtet hatte: "Fast alle Infizierten, die wir befragt haben, und das gilt für gut zwei Drittel, beschrieben einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust. Das geht so weit, dass eine Mutter den Geruch einer vollen Windel ihres Kindes nicht wahrnehmen konnte". Diese Symptome treten idR "etwas später in der Infektion" auf.

Inkubationszeit

Wann bemerke ich die ersten Symptome?

Die Inkubationszeit (lateinisch incubare ‚ausbrüten‘) ist ein Begriff aus der Infektiologie und beschreibt die Zeit, die zwischen Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht. Bei Vergiftungen wird diese Phase Latenzzeit genannt.

Beispiele: zwischen und 00Zeit
Influenza – Grippe 01 004 00Tage
Hepatitis A 14 028 00Tage
Hepatitis B 30 180 00Tage
Hepatitis C 14 180 00Tage
HIV 21 042 00Tage
Malaria quartana 16 050 00Tage
Malaria tertiana 12 018 00Tage
Malaria tropica 10 015 00Tage
Tollwut 30 090 00Tage
Tuberkulose 14 070 00Tage
Sars-CoV-2 (Covid-19) 02 024 00Tage

Die Inkubationszeit beim aktuellen Corona-Virus beträgt 2 bis 14 Tage. Deshalb werden Verdachtsfälle zwei Wochen isoliert. Analysen zufolge kann es in seltenen Fällen sogar bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. 

Quelle: Lungenärzte im Netz

Hilft ein Corona-Test?

Hilft ein Corona-Schnelltest, wenn ich die Symptome habe?

Die Ergebnisse dienen den Behörden als Entscheidungshilfe beim Umsetzen von Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung der Krankheit.

Ist man positiv auf die Covid-19-Krankheit getest worden, ändert das nichts am Krankheitsverlauf, egal ob Abstrich der Schleimhäute oder Bluttest. Das Corona-Virus unterscheidet sich klinisch nicht von Erkältungskrankheiten. Es gibt weder spezielle Medikamente, noch eigene Behandlungsmethoden, geschweige denn einen Impfstoff. Behandelt werden nur die Symptome.

Wo kann ich anrufen, wenn ich Hilfe brauche?

Wiener Ärztefunkdienst betreut Verdachtsfälle zu Hause

Der Wiener Ärztefunktdienst übernimmt die Erstdiagnose und Testung – beim Patienten vor Ort. Zentraler Punkt dieser Maßnahme ist, Patienten, bei denen eine Coronainfektion nicht ausgeschlossen werden kann, von Ordinationen, Spitalsambulanzen aber auch öffentlichen Verkehrsmitteln fernzuhalten.

 141 Wiener Ärztefunkdienst (nicht für Notfälle!)

 142 Telefon-Seelsorge

 1450 Corona-Virus-Hotline österreichweit

 144 Rettung (Notarzt) bei Atemnot, Ohnmacht oder Unfall

Sind Kinder durch das Coronavirus gefährdet?

Kinder spielen als Überträger eine große Rolle

Kinder sind genauso vom Corona-Virus betroffen. Der einzige Unterschied zu Erwachsenen ist, dass die Covid-19-Krankheit meist mild verläuft. Dennoch ist bei Kindern Vorsicht angeraten.

Kinder können die hoch ansteckende Infektionskrankheit nach Hause bringen und ältere und somit gefährdete Personen anstecken. Sie spielen als Überträger eine wichtige Rolle. Allerdings ist Hysterie völlig unangebracht. Wir müssen davon ausgehen, dass die Ausbreitung unter Schulkindern weit vorangeschritten ist, weshalb Kontaktverbote kaum die erwünschte Wirkung haben. Die Ausbreitung kann verlangsamt, aber nicht mehr gestoppt werden.

Wichtig ist die Hygiene im Alltag

Hygienisches Husten, hygienisches Niesen und vor allem richtiges Händewaschen. Doch Vorsicht, Kinder mit Hand-Desinfektionsmittel auszustatten, ist fahrlässig. Damit wird suggeriert, dass Händewaschen überflüssig ist und die Übertragung des Virus unterbunden wird. Diesem Irrtum unterliegen leider viele Personen. Handelsübliche Desinfektionsmittel sind gegen Viren wirkungslos und enthalten außerdem Substanzen, die die sensible Haut der Kinder schädigen.

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