Verhaltenstipps

Tipps zur Tourenplanung

Jährlich nimmt die Polizei zwischen 400 und 500 Anzeigen zu einer abgängigen Person im alpinen Gelände entgegen. Die polizeilichen Ermittlungen und zu organisierende Suchaktionen könnten teilweise vermieden - zumindest erleichtert - werden, wenn du folgende Tipps beachtest:

 

Umgebung informieren!

 

Gib dein Vorhaben gegenüber Freunden, Angehörigen, Quartiergebern oder auf Hütten bekannt! Hinterlasse im Hotelzimmer eine Nachricht über die geplante Tour und den ungefähren Zeitpunkt der Rückkehr - allenfalls auch über ein mögliches Ausweichziel. Handynummer hinterlassen.

 

Gipfelbücher verwenden!

 

Trage dich und deine Begleiter in Hütten- und Gipfelbücher ein, am besten mit Datum und Uhrzeit. Bei Abgängigkeiten werden solche Eintragungen überprüft und können wichtige Hinweise geben.

 

Handy: Hilfe & Ortung

 

Nimm ein geeignetes Mobiltelefon mit. Das Handy sollte nach Möglichkeit für eine Ortung eingeschaltet bleiben und mit Notruf-Funktionen ausgestattet sein. Nicht vergessen den Akku vorher aufzuladen. Wenn du keinen Reserveakku hast, helfen auch Solarakkus. Teste vorher die Funktion!

 

Verzögerungen bekanntgeben!

 

Verzögert sich deine geplante Rückkehr, gib diesen Umstand rechtzeitig bekannt, damit sich keiner Sorgen macht!

Notfall - Was tun?

Das wichtigste Glied in der Rettungskette ist und bleibt der Ersthelfer. In Notsituationen sind Betroffene oft orientierungslos oder geschockt. Häufig sind sie nicht in der Lage, ihren aktuellen Standort zu nennen. Für Rettungskräfte ist aber der Aufenthaltsort die wichtigste Information. Es hängt alles von deinem Verhalten ab. Bewahre Ruhe und handle überlegt. 

Helfen - Aber wie?

Helfen bedeutet in erster Linie,

  1. die Situation richtig einschätzen
  2. die Unfallstelle absichern
  3. einen Notruf absetzen und
  4. die Zahl der Verletzten sowie
  5. den Unfallort mitteilen.

Eine möglichst genaue Situationsbeschreibung ermöglicht der Leitstelle eine rasche Disponierung der Rettungsmittel. Sie entscheidet ob ein Rettungswagen, ein Hubschrauber oder die Bergrettung zu Fuß zum Einsatzort kommt.

Notfallmeldung

Beantwortung der fünf W-Fragen

In der Aufregung vergisst man beim Notruf oft auf wichtige Informationen.

 

Die Rettungsorganisationen benötigen einen exakten, knappen und doch detaillierten Unfallbericht.

 

Konzentriere dich dabei auf die Beantwortung der 5 W-Fragen:

  1. Was ist passiert?
    Beschreibung des Unfalls
  2. Wieviel Verletzte?
    Angabe der Zahl von Verletzten
  3. Wo ist es geschehen?
    Genaue Angaben des Unfallortes und der Wettersituation
  4. Welche Art von Verletzungen?
    Besonders lebensdrohende Zustände schildern
  5. Wer meldet den Unfall?
    Angabe deines Namens mit Rückrufmöglichkeit

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