Handy-Ortung

Mobiltelefon als Lebensretter

Leider können die Dienste des Handys nicht immer optimal genützt werden. Gründe gibt es mehrere:

  • Der Betroffene kennt sich mit der richtigen Handhabung und den Notrufnummern nicht aus.
  • Der Akku des Handys ist leer.
  • Der Notfallort befindet sich in völlig unversorgtem Gebiet, dh überhaupt kein Netz funktioniert.

Befindet man sich in unversorgtem Gebiet, hat die Polizei unter Umständen die Möglichkeit, den Standort des Mobiltelefons bestimmen zu lassen. Diese Peilung eines Handys kann auf mehrere Arten erfolgen: 

1. Standortbestimmung über den Netzbetreiber

Ist das Telefon in versorgtem Gebiet, kann der Standort ungefähr bekannt gegeben werden. Die Genauigkeit hängt von den technischen Möglichkeiten des Netzbetreibers ab. Ist das Gerät nicht versorgt, kann die Zelle ermittelt werden. Die Praxis hat gezeigt, dass die Ergebnisse sehr ungenau sein können. Während im Stadtgebiet die Zellen sehr engräumig sind, kann in alpinen Regionen ein Sender viele Quadratkilometer versorgen, was die Suche nicht unbedingt leichter macht. Ein weiteres Manko: Nicht alle Netzbetreiber sind rund um die Uhr erreichbar. Eine Anfrage am Freitagnachmittag kann bedeuten, dass ein Ergebnis frühestens Montagvormittag vorliegt.

2. Standortbestimmung mit Funküberwachung

Die Ergebnisse der Peilungen, die meist vom Hubschrauber aus erfolgen, sind relativ genau. Manko: Das System funktioniert nur dann, wenn sich das aktive Handy im versorgten Gebiet befindet.

3. Standortbestimmung mit IMSI-Catcher

Der IMSI-Catcher simuliert ein Mobilfunknetzwerk. Das System fungiert mehr oder weniger als mobile Sendeanlage. Ist der ungefähre Standort des Abgängigen bekannt, sein Mobiltelefon eingeschaltet und mit Strom versorgt, funktioniert die Peilung auch in unversorgten Gebieten.

Polizei unterstützt Suche

"Nachts sehen wir am meisten."

Wenn die Bergrettung bei der Suche nach vermissten Personen an ihre Grenzen stösst, hilft die Polizei mit einem Heli aus, der auch nachts "sehen" kann. Das FLIR-System macht's möglich.



"Nachts und im offenen Gelände sehen wir am meisten", erklärt der FLIR-Operator. Wenn die Sonne untergeht, wird der Temperatur-Unterschied zwischen einer Person und dem Gelände immer größer und somit auch der Kontrast des Wärmebilds höher.

Die Physik setzt Grenzen

Das hier beschriebene FLIR-System funktioniert nur innerhalb der physikalischen Grenzen: "Wir können damit nicht durch Objekte hindurchschauen. Auch Schnee und Wasser absorbieren die Infrarotstrahlen so stark, dass man durch Lawinen verschüttete Personen nicht findet." Trotz aller Einschränkungen: Dank seiner Hilfe konnten schon etliche vermisste Personen gerettet werden.


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