Wissenwertes zu den Notrufrufnummern

Alpin-Notruf 140

1987 wurde in der Landeswarnzentrale Steiermark die alpine Notrufnummer 140 zuerst als Bergrettungsnotruf und seit einigen Jahren österreichweit als Alpinnotruf installiert. Einsatzkräfte raten dringend bei Unfällen abseits der Siedlungsräume und im Gebirge immer zuerst den Notruf 140 (Bergrettung) zu betätigen.

 

Bergrettung NÖ/Wien

 

Euro-Notruf 112

Die Alarmierung kann auch über den Europäischen Notruf mit der Nummer 112 erfolgen. Die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 wird im Netz mit Vorrang behandelt. Über diese Rufnummer lassen sich die Notfalldienste in den EU-Ländern aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon aus kostenlos erreichen. Die Liste der Mitgliedsländer erweitert sich laufend.

 

 Liste der Mitgliedsländer (englisch)

Informationsseite der Europäischen Kommission

 

Normale Anrufe werden verdrängt

Der Euro-Notruf 112 wird mit höchster Priorität im Netz behandelt! Sollte kein freier Funkkanal vorhanden sein werden sogar »normale« Anrufe verdrängt, um eine freie Leitung für den Notruf zu bekommen.

 

Auch ohne SIM-Karte und im fremden Netz

Es kann schon sein, dass du gerade dann, wenn du Hilfe brauchst, keinen Empfang hast. Das kommt in den Bergen vor. Was du aber wissen solltest, ist folgendes: Auch wenn dein Netzbetreiber da, wo du bist, keine Versorgung hat, bietet sich vielleicht ein anderer Netzbetreiber an. Auch wenn es kein Roaming-Abkommen gibt, funktioniert der Euro-Notruf 112! Dazu musst du nur das Handy ausschalten und nach dem Wiedereinschalten statt deinem PIN-CODE die »112« eingeben. Das Handy sucht sich dann automatisch das stärkste Betreibernetz und setzt den Notruf ab.

 

Wer meldet sich?

Die Anrufe werden sowohl in Österreich als auch im europäischen Ausland (mit Ausnhame von Deutschland) mit der nächsten Sicherheitsleitstelle (Polizei) verbunden, auch in Ländern, mit denen es kein Roaming-Abkommen gibt. In Grenzgebieten (im Umkreis um die 30 km bis zur Grenze) kann ein Notruf auch zur landessprachlichen Einsatzzentrale gelangen. Dann solltest du dich irgendwie verständlich machen können.

 

Nicht auflegen!

Bitte beachte, dass deine Rufnummer nicht immer automatisch übertragen wird. Lege erst auf, wenn du von den Einsatzkräften dazu aufgefordert wirst. Solltest du versehentlich die Notrufnummer gewählt haben, leg nicht auf sondern teile dem Mitarbeiter der Notrufzentrale mit, dass alles in Ordnung ist. Sonst wird in der Regel ein Rettungsdienst losgeschickt, um zu prüfen, ob ein Problem vorliegt.

 

Was tun bei schlechtem Empfang?

 Tipps bei schlechtem Empfang
Wählen Sie einfach den Euro-Notruf 112. Wenn Sie keinen Empfang haben und der Notruf nicht verbunden wurde, schalten Sie das Handy aus und wieder ein und wählen Sie 112 (anstatt den PIN einzugeben). Nach dem Wählen des Euro-Notrufs sucht sich das Handy automatisch das Mobilfunknetz mit dem besten Empfang und stellt die Verbindung zur nächsten Sicherheitszentrale her. Falls Sie noch immer keinen Empfang haben, wechseln Sie den Standort und wählen Sie in regelmäßigen Abständen 112.
Mit Empfang: 112 wählen
Schlechter Empfang: Standort wechseln und in regelmäßigen Abständen 112 wählen
Kein Empfang: Handy aus- und wieder einschalten; statt PIN-Code gleich 112 wählen.

 

 

Was tun, wenn nichts mehr geht?

Auf dieser Seite erfährst du, was du tun kannst, wenn du keinen Empfang hast.

 

Was tun, wenn nichts mehr geht?



Ausländische Notrufnummern

Rettungsdienst Notrufnummer

Deutschland Rettungsdienst

Bergrettungsdienst Schweiz

REGA (Schweizer Rettungsflugwacht)

Frankreich - zentraler Notruf

Italien/Südtirol Bergrettung

19 222

144

1414

15

118

Mobilfunk Notrufstatistik

Welche Notrufnummer wird am häufigsten gewählt?

Täglich 4.500 Notrufe via Euro-Notruf 112

 

Bemerkenswert ist, dass trotz rückläufiger Gesamtzahlen der Euro-Notruf 112 stark zugelegt hat. Er wurde 2011 1.620.200 mal aus den Mobilfunknetzen gewählt, also um 13 % öfter als im Jahr davor.

 

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