Wer ist der ÖTK?

Gegründet im "Goldenen Zeitalter des Alpinismus"

Großglockner Großglockner im Jahr 1800 - Maler: M. Pernhart

Am 26. Juli 1800 erklomm der Kärntner Fürstbischof Franz Xaver Graf von Salm-Reifferscheid mit seiner Expedition den Großglockner. Er ist mit 3.798 m der höchste Gipfel Österreichs.

 

69 Jahre später wurde der ÖTK gegründet.

1869 wurde der ÖTK von Gustav Jäger (am 18. Mai Konstituierung im Gasthaus "Zur Schnecke" (Wien 1, Petersplatz) gegründet. Am 2. August erfolgte die konstituierende Plenarversammlung in Bischoffs Bierhalle (Wien 1, Schottensteig).

 

1926 wurde die Bergsteigerschule für die Ausbildung von Bergsteigern in Fels und Eis gegründet. Am 1. Jänner 1931 schloß sich der Österreichischer Touristenklub dem Alpenverein als Teilorganisation an und hieß nunmehr "Sektion Österreichischer Touristenklub im Deutschen und Österreichischen Alpenverein", ab 1938 "Zweig Turistenklub im Deutschen Alpenverein". Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Deutsche Alpenverein aufgelöst wurde, wurde der Österreichische Touristenklub am 16. November 1945 neu konstituiert. 

 

1953 wurde über Initiative des Österreichischen Touristenklubs die österreichische Himalaya-Gesellschaft gegründet (erster Vorsitzender Primarius Dr. Rudolf Jonas; 1956 Erstbesteigung des Gasherbrum II, 8053 m, im Rahmen der österreichischen Himalaya-Karakorum-Expedition).

 

Heute ist der ÖTK einer der größten Alpinvereine

Grossglockner 2011 - Foto: M. Platzer Großglockner im Jahr 2011 - Foto: M. Platzer

Der ÖTK ist (nach dem Österreichischen Alpenverein 1862) der zweitälteste und drittgrößte Alpinverein Österreichs. In acht Bundesländern und den Nachbarländern verteilt befinden sich knapp 40 Sektionen. Der Hauptsitz liegt mitten im Herzen Wiens.

 

ÖTK Zentrale Wien

ÖTK Sektionen

Protektoren des ÖTK waren in der Monarchie Erzherzog Carl Ludwig (1877-1896), Erzherzog Otto Franz Joseph (1896-1906), Erzherzog Carl Franz Joseph (1907-1916) oder Erzherzog Maximilian Eugen (1917/1918). Zu den Ehrenmitgliedern gehörten beispielsweise Hans Graf Wilczek, Johann II. Fürst von und zu Liechtenstein, Ernst Graf Hoyos-Sprinzenstein und Bundespräsident Michael Hainisch.

 

Größter Beherbungsbetrieb Österreichs

Mit mehr als 50 Schutzhütten und Partnerbetrieben in fünf Bundesländern sowie 18 Aussichtswarten in sechs Bundesländern zählt der ÖTK zum größten Beherbungsbetrieb Österreichs. Der ÖTK betreut ein alpines Wegenetz von rund 20.000 Kilometer, zu dem auch Steige und Kletterrouten gehören. 

Wusstest du, dass du als ÖTK-Mitglied eine sechs Mal höhere finanzielle Verpflichtung zur Erhaltung der Schutzhütten und Wege trägst, als die Mitglieder der beiden größten Alpinvereine Österreichs zusammen? Daher ist deine Mitgliedschaft beim ÖTK von besonderer Bedeutung.

Lehrmeister von Reinhold Messner

Österreich verfügt über eine lange Tradition erfolgreicher Alpinistinnen und Alpinisten, von denen einige Weltruhm erlangten. Im Wechselspiel zwischen den spektakulären Erfolgen Einzelner und dem gesteigerten Interesse der Öffentlichkeit erfuhren traditionelle Formen des Bergsports jüngst einen Aufschwung.

Blasl-Sepp, Sepp Mayer, Lehrmeister von Reinhold Messner Foto: Tyrolia-Verlag

Der 75-jährige Extrembergsteiger und Ehrenmitglied des ÖTK, Sepp Mayerl, nach seinem elterlichen Hofnamen in Bergsteigerkreisen als "Blasl-Sepp" bekannt, hatte sich mit schwierigen Allein- und Erstbegehungen einen Namen gemacht. Er war Lehrmeister vieler namhafter Alpinisten. Von seinen Erfahrungen profitiert heute der ÖTK in Dölsach.

 

Nachruf Sepp Mayerl

Bergwelt & Umwelt. Unsere Leidenschaft.

Der ÖTK vereint sportlich Aktive, naturkundlich Interessierte und kulturbegeisterte Menschen mit einer einzigartigen Leidenschaft - der Liebe und Verbundenheit zur Bergwelt. [mehr]

Der Weg ins 21. Jahrhundert

Dass sich der ÖTK im Laufe seiner langjährigen Geschichte zu einem modernen, vielseitigen alpinen Verein entwickelt hat, ohne dabei auf seine reiche Tradition zu vergessen, ist nicht zuletzt auch seinen mehr als 25.000 Mitgliedern zu verdanken. Viele von ihnen üben ehrenamtliche Funktionen aus und tragen mit dazu bei, dass der Österreichische Touristenklub im Alpinismus stets eine Vorreiterrolle einnimmt.

Facts

Der ÖTK in Zahlen

● Größte Kletterhalle im Zentrum Wiens

● Drittgrößter Alpinverein Österreichs

● Gegründet 1869, Bergsteigerschule seit 1926

● über 25.000 Mitglieder - stetig steigend

● rund 40 Sektionen in Österreich und den Nachbarländern

● über 50 Schutzhütten & Partnerbetriebe

● 18 Aussichtswarten in sechs Bundesländern

● 20.000 km Wege, Steige und Kletterrouten

● Alpinshop mit fachkundiger Beratung

 

Jeder sechste Tourist ist Bergsportler

Rund 5,2 Mio. Ankünfte und 23,5 Mio. Übernachtungen jährlich können in Österreich auf den Bergsporttourismus zurückgeführt werden. Dh., jeder sechste Tourist in Österreich ist Bergsporttourist. Daraus leitet sich eine bergsporttouristische Nachfrage in Höhe von knapp 2,1 Mrd. € ab (Stand 2007).

Träger des Bergsports in Österreich

Die Dachorganisation alpiner Vereine Österreichs.

In Österreich sind seit dem Jahr 1949 die wichtigsten alpinen Vereine unter der Dachorganisation des Verbands alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) versammelt, der seinen Sitz im Stammhaus des ÖTK hat.

 

In Summe repräsentiert der VAVÖ heute knapp 577.000 aktive Mitglieder. Die alpine Infrastruktur umfasst neben den derzeit betreuten 475 Schutzhütten mit Übernachtungsmöglichkeiten für 24.630 Personen, die über ein Netz von Wanderwegen mit rund 50.000 Kilometern Länge zu erreichen sind, auch Infrastruktureinrichtungen des alpinen Schitourismus (Lifte und Seilbahnen), die zwar vorrangig dem Transport der alpinen SchitouristInnen dienen, zum Teil jedoch auch von BergsportlerInnen genutzt werden (Stand 2010).

 

Zu seinen Aufgaben zählen:

  • Koordinationsstelle der alpinen Vereine zur Wahrung der Interessen der Bergwanderer und Bergsteiger bzw. Touristen
  • Ausbildung von alpinem Führungspersonal
  • Kooperation mit öffentlichen Stellen
  • Akquirierung und Verwaltung von Fördermitteln

 

Verband Alpiner Vereine Österreichs