ÖTK-Schutzhütte pachten & bewirtschaften

Der Traum von der eigenen Berghütte

Leben in den Bergen

Unsere Schutzhütten stehen entweder im Eigentum des ÖTK (Zentrale) oder einer unserer Niederlassungen in den Bundesländern, den sog. ÖTK-Sektionen. Viele unserer Hütten werden bewirtschaftet, teilweise als Sommerbetrieb, einige auch als Ganzjahresbetrieb. Bewirb' dich jetzt als Pächter:

Fragen zur Hüttenpacht

Was unterscheidet die Pacht von der Miete?

Eine Hüttenpacht liegt im Regelfall dann vor, wenn ein "lebendes Unternehmen" Gegenstand des Bestandvertrages ist und mit allem, was dazugehört, übergeben wird. Dazu zählen vor allem Betriebsmittel, wie Geschäftseinrichtung, sonstiges Inventar, Warenlager, etablierte Webseite, E-Mail-Postfach und Kundenstock. Anders als bei Gastronomiebetrieben ist die Beibehaltung der (Unternehmens-)Identität als Schutzhütte des ÖTK genauso wie die Vereinbarung einer Betriebspflicht wichtigstes Kriterium des Pachtvertrages.  

Pächter übt Leitbildfunktion aus

Als Pächter einer ÖTK-Schutzhütte (www.schutz.haus) übernimmst du eine sehr verantwortungsvolle Leitbildfunktion. Neben deiner Eigenschaft als Gastwirt repräsentierst du den ÖTK nach Außen hin. Von dir wird vorausgesetzt, dass du dich mit den Grundsätzen und Zielen des Vereins identifizierst. In der Regel werden Bewerber bevorzugt, die bereits über alpine Erfahrung verfügen.

Voraussetzungen für eine Konzession

Die Erlangung einer Konzession zum Betrieb einer Schutzhütte hängt im Wesentlichen davon ab, welche ÖTK-Schutzhütte du bewirtschaften möchtest und in welcher Art und Weise. Für die Bewirtschaftung einer Schutzhütte ist grundsätzlich keine eine eigene Konzession erforderlich. Oftmals reicht auch eine einschlägige Ausbildung im Gastgewerbe. Schutzhütten (Kat. I) fallen unter das sogenannte "Freie Gewerbe". Gemäß § 111 (2) GWO 1994 bedarf es dazu keiner Gewerbeberechtigung und ist auch kein gewerberechtlicher Geschäftsführer notwendig. Die genauen Bestimmungen erfährst du in der Wirtschaftskammer.

Wünschenswerte Zusatzqualifikationen

Schutzhütten in alpinen Lagen werden meist autark beteieben. Der Bereich Hüttentechnik ist komplex aber erlernbar. Abhängig von Austattung und Lage könnten folgende Themenbereiche interessant sein (behördlich vorgeschriebene) Ausbildungen und Kurse:

● Wartung einer Kleinkläranlage

● Trinkwassergewinnung und -versorgung

● Energieversorgung und Speicherung

● Materialseilbahn

● Abfall- und Abwasserentsorgung

● Gesundheitsmanagement

● Brandschutz

● Arbeitsrecht und Mitarbeiterführung

Was kostet eine Pacht?

Die Hüttenpacht wird in Form eines privatwirtschaftlichen Betriebsführungsvertrags zwischen Eigentümer der Hütte und Hüttenwirtsleuten (Pächter) geregelt. Sie richtet sich nach dem Pachtwert einer Hütte – also nach ihrer Ertragskraft. Diese hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel Versorgungsmöglichkeiten, Größe, Lage, Anzahl an Schlafstellen und Bauzustand. 

Apropos: Eigenleistungen und Investitionen, die du als Pächter zum Erhalt der Hütte bzw. zur Instandhaltung der Wege (Zustiege) erbringst, können nur dann berücksichtigt werden, wenn diese mit dem Eigentümer/Wegehalter abgestimmt sind. In der Regel ist es aber so, dass unser Bau- und Hüttenreferat die Koordination übernimmt, weil einige Schutzhütten förderungswürdig sind.


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